Dieser Übersichtsartikel fasst bestehende Forschung zusammen, warum bei ME/CFS oft zu wenig Blutvolumen (Hypovolämie) vorliegt – ein möglicher Grund für Kreislaufprobleme beim Aufstehen (orthostatische Intoleranz). Zwei körpereigene Systeme, die den Flüssigkeitshaushalt regeln, funktionieren offenbar gestört: das Hormon Vasopressin (steuert Wasserrückhalt) ist trotz Volumenmangels niedrig, ebenso ist das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (steuert Salz- und Wasserhaushalt über die Nieren) nicht ausreichend aktiv. Zusätzlich setzt geschädigte Muskulatur Botenstoffe frei, die die Nieren zum Verlust von Salz und Wasser anregen, kleine Blutgefäße durchlässiger machen und Entzündungsprozesse fördern. Auch Rezeptoren, die normalerweise das Blutgefäßsystem stabilisieren (Beta-2-Adrenorezeptoren), scheinen gestört. Bei Belastung wird zudem vermehrt Flüssigkeit ins Zellinnere der Muskeln gezogen, was das Problem verstärkt – vermutlich durch schlechte Durchblutung und gestörte Energieproduktion in den Zellen (Mitochondrien). Die Autoren schließen, dass all diese Störungen zusammen zur Flüssigkeitsknappheit im Kreislauf beitragen und die Verschlechterung nach Anstrengung (Post-Exertional Mal
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