Imbalance of Excitatory and Inhibitory Neurotransmitter Systems in Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome

28.01.2026 · Zusammenfassung auf Deutsch

Dieser Übersichtsartikel fasst aktuelles Wissen zu Botenstoffen im Nervensystem (Neurotransmittern) bei ME/CFS und Long-COVID zusammen. Bekannt ist bereits, dass das vegetative Nervensystem aus dem Gleichgewicht ist: der 'Aktivierungs-Zweig' (Sympathikus) ist überaktiv, der 'Beruhigungs-Zweig' (Vagusnerv) zu schwach - das erklärt das Gefühl von 'erschöpft, aber aufgedreht'. Die Autoren zeigen, dass zusätzlich weitere Botenstoff-Systeme gestört sind: Noradrenalin (Stresshormon), Serotonin (u.a. für Stimmung/Schlaf), GABA (bremsender Botenstoff) und Glutamat (erregender Botenstoff). Insgesamt scheint bei ME/CFS ein Übergewicht erregender gegenüber bremsenden Signalen zu bestehen. Das könnte erklären, warum Gehirn und Nervensystem überreizt sind, warum Sinnesreize wie Licht oder Lärm schwer erträglich werden, warum Schlaf gestört ist und warum sich nach Anstrengung die Symptome verschlimmern (Post-Exertional Malaise) - vermutlich auch durch erhöhte Muskelspannung und Probleme in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien). Mögliche Auslöser dieser Störungen sind u.a. Autoimmunreaktionen, Entzündungen im Nervensystem, ein gestörtes Darmmikrobiom und Kreislaufprobleme beim Aufstehen. Die

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