Dieser Artikel ist ein theoretisches Erklärungsmodell, keine experimentelle Studie mit Patientendaten. Der Autor schlägt vor, dass ME/CFS als Störung der 'Interozeption' verstanden werden kann – das ist die Fähigkeit des Gehirns, Signale aus dem eigenen Körper (z.B. Erschöpfung, Herzschlag, Anstrengung) richtig einzuschätzen und zu gewichten. Die Idee: Nach einer Infektion verändern Immun- und Nervensystem die Art, wie das Gehirn Körpersignale bewertet. Normale körperliche Schwankungen werden dadurch fälschlich als bedeutsam und bedrohlich eingestuft ('Überlastung' der Signalverarbeitung). Das Gehirn nutzt dabei verschiedene Zeitebenen: schnelle Momentreaktionen und langsame Einschätzungen der eigenen 'Kapazität' oder Belastbarkeit. Nach Anstrengung sollen sich langsame körperliche Veränderungen erst verzögert auf diese Kapazitätseinschätzung auswirken – das könnte erklären, warum die Post-Exertionelle Malaise (Verschlechterung nach Belastung) oft erst Stunden bis Tage später auftritt und warum Symptome in Bewegungssteuerung, Denken und Sinneswahrnehmung gemeinsam schlimmer werden. Das Modell soll sich von anderen Erklärungsansätzen (z.B. reine Übersensibilisierung des Nervensystem
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.31234/osf.io/wfs8c_v2).