Central overload: disrupted interoceptive multi-timescale inference in post-infectious ME/CFS

03.04.2026 · Zusammenfassung auf Deutsch

Dieser theoretische Artikel (kein Experiment, sondern ein Denkmodell) versucht zu erklären, warum ME/CFS-Symptome wie Post-Exertionelle Malaise (PEM, Zustandsverschlechterung nach Belastung), Kreislaufprobleme, Konzentrationsstörungen und Reizempfindlichkeit typischerweise zeitverzögert und wellenartig auftreten. Der Autor schlägt vor, dass das Gehirn nach einer Infektion die körpereigenen Signale (z.B. Erschöpfung, Herzschlag, Anstrengung) falsch gewichtet: normale Schwankungen werden nicht mehr richtig 'gefiltert', sondern als bedrohlich eingestuft. Dies nennt er 'zentrale Überlastung'. Das Gehirn passt seine Erwartungen an die eigene Belastbarkeit dabei nur langsam an, sodass sich die Folgen einer Anstrengung erst mit Verzögerung von Stunden bis Tagen zeigen - was PEM erklären könnte. Das Modell basiert auf mathematischen Prinzipien der Signalverarbeitung im Gehirn (Bayessche Vorhersagemodelle) und soll sich von anderen Erklärungsansätzen wie 'zentraler Sensibilisierung' oder rein psychischen Modellen unterscheiden lassen. Es werden konkrete, überprüfbare Vorhersagen gemacht, aber es handelt sich um eine reine Theorie ohne neue Patientendaten oder Experimente. Ob das Modell zutr

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