In dieser Studie wurde untersucht, ob ein wiederholter Handkraft-Test geeignet ist, um echte krankheitsbedingte Erschöpfung bei ME/CFS von absichtlich verringerter Anstrengung zu unterscheiden. Oft wird bei solchen Tests Schwankung in der Kraft fälschlicherweise als 'mangelnde Mitarbeit' gedeutet. Die Forscher verglichen die Daten von 211 ME/CFS-Betroffenen mit 170 Gesunden, von denen einige bewusst nur mit halber Kraft zudrückten. Es zeigte sich, dass ein bisher oft genutzter Messwert (der sogenannte Variationskoeffizient mit einer 15-Prozent-Grenze) fast die Hälfte der ME/CFS-Kranken fälschlicherweise als 'nicht ausreichend bemüht' einstufte. Eine neuere Auswertungsmethode (die 'Summe der Residuen') konnte zwar besser zwischen echter Krankheit und verstellter Kraft unterscheiden, reicht aber alleine ebenfalls nicht aus. Das wichtige Ergebnis für Betroffene: Schwankende Handkraft bei ME/CFS ist ein Zeichen der krankheitsbedingten Muskelermüdung und darf von Ärzten oder Gutachtern nicht einfach als fehlender Wille oder Vortäuschung ausgelegt werden. Als alleiniger Test zur Diagnose oder zur Überprüfung der Verlässlichkeit von Aussagen ist das Verfahren ungeeignet.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.64898/2026.07.22.26358672).