Dieser Fachartikel untersucht, wie ethisch mit Gesprächstherapien (Psychotherapie) bei ME/CFS und ähnlichen 'medizinisch unerklärten Symptomen' umgegangen wird. Hintergrund: Nach jahrelanger Debatte gilt Verhaltenstherapie (kognitive Verhaltenstherapie) inzwischen offiziell als nicht wissenschaftlich belegt wirksam für ME/CFS. Die Autoren werten Umfragen und Erfahrungsberichte von Patienten sowie Einstellungen von Therapeuten aus. Ergebnis: Die tatsächliche Praxis erfüllt oft nicht die ethischen Standards, die in Berufsrichtlinien von Psychotherapeuten festgelegt sind - konkret geht es um Respekt, Fachkompetenz, Verantwortung und Aufrichtigkeit. Die Autoren geben Beispiele für gute und schlechte Praxis und schlagen Verbesserungen vor: bessere Ausbildung mit mehr Demut und Selbstreflexion, Einbeziehen von Betroffenen-Wissen in die Therapeutenausbildung, mehr Transparenz (z.B. Einsicht in Behandlungsnotizen) und Rückmeldesysteme durch Patienten. Zudem sollen Betroffene stärker als gleichberechtigte Partner in die Forschung einbezogen werden, statt nur als Studienobjekte zu gelten. Es handelt sich nicht um eine klinische Studie mit neuen Behandlungsdaten, sondern um eine fachliche Dis
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1136/jme-2023-109627).