Diese Studie untersucht die genetischen Grundlagen von ME/CFS. Forscher werteten Daten von zwei großen Studien aus (insgesamt fast 19.500 Betroffene und über 699.000 Kontrollpersonen europäischer Abstammung) und suchten nach Erbgut-Varianten, die mit ME/CFS zusammenhängen. Zusätzlich prüften sie, ob seltene genetische Veränderungen aus einer weiteren, unabhängigen Untersuchung (Genom-Sequenzierung) zu ähnlichen Ergebnissen führen. Dabei zeigte sich: Bestimmte Hirnregionen (nicht Organe wie Muskeln oder Immunzellen im Körper) und die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) stehen mit ME/CFS in Verbindung. Besonders auffällig waren Gene, die an sogenannten glutamatergen Synapsen beteiligt sind – das sind Kontaktstellen zwischen Nervenzellen, die den Botenstoff Glutamat nutzen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Störungen in der Signalübertragung zwischen Nervenzellen in bestimmten Gehirnbereichen eine Rolle bei ME/CFS spielen könnten. Die Studie ist ein erster wichtiger Hinweis, aber noch vorläufig: Größere Untersuchungen sind nötig, um die Befunde zu bestätigen und mögliche Ansatzpunkte für Behandlungen zu finden. Es werden keine konkreten Therapien vorgeschlagen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-9702020/v1).