Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit einem möglichen Zusammenhang zwischen ME/CFS und Bindegewebsproblemen. Viele Betroffene haben überdehnbare Gelenke ('Hypermobilität'), instabile Bänder und Probleme mit der Halswirbelsäule sowie Kreislaufprobleme im Stehen, die auf ein geschwächtes Bindegewebe in Blutgefäßen zurückgehen könnten. Gleichzeitig zeigen kleine Blutgefäße in Muskeln verdickte Wände. Die Autoren erklären dies über mehrere biologische Mechanismen: Überaktive Mastzellen (Immunzellen) könnten Enzyme freisetzen, die Bindegewebe abbauen. Sauerstoffmangel und Zellstress stören zudem die Bildung stabilen Kollagens und lassen einen Regulator namens HIF-1α ansteigen, der wiederum die Zusammensetzung des Bindegewebes ungünstig verändert und die Blutgefäßneubildung stört. Schwache Nackenmuskulatur kann die Bänder-Instabilität der Halswirbelsäule nicht ausgleichen, was die Instabilität sogar verstärken könnte. Die Autoren vermuten ein Wechselspiel: Bindegewebsschwäche könnte ME/CFS begünstigen, und ME/CFS könnte umgekehrt die Bindegewebsprobleme verschlimmern. Wichtig: Es handelt sich um eine theoretische Zusammenschau bestehender Forschung, keine neue Patientenstudie – die
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