Diese Studie untersuchte, wie Immunsystem-Symptome (z.B. grippeähnliche Beschwerden, häufige Infekte) und Magen-Darm-Symptome (z.B. Verdauungsprobleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten) bei ME/CFS zusammenhängen – und ob es Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Grundlage waren Daten von 748 Erwachsenen mit ärztlich diagnostiziertem ME/CFS (608 Frauen, 137 Männer). Mit statistischen Verfahren (u.a. Faktorenanalyse) wurde geprüft, ob diese Symptome getrennte oder gemeinsame 'Muster' bilden. Ergebnis: Bei Frauen bildeten Immun- und Darmsymptome zwei eng verwandte, aber unterscheidbare Gruppen. Bei Männern verschmolzen beide Bereiche zu einem einzigen gemeinsamen Muster. Zudem zeigte sich bei Frauen: Vor den Wechseljahren traten grippeähnliche Symptome häufiger auf als danach, während Darmbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten über die Wechseljahre hinweg gleich blieben. Das deutet darauf hin, dass Immunsymptome stärker von Hormonen beeinflusst werden als Darmsymptome. Die Studie ist eine statistische Auswertung bestehender Fragebogendaten, keine Behandlungsstudie. Sie liefert Hinweise, dass ME/CFS bei Frauen und Männern unterschiedlich 'aufgebaut' sein könnte, was
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-9825975/v1).