Diese Studie nutzt genetische Daten von über 15.500 ME/CFS-Betroffenen (DecodeME-Studie), um herauszufinden, welche körperlichen Prozesse genetisch mit ME/CFS zusammenhängen. Die Forscher verglichen das Erbgut-Muster von ME/CFS mit 22 anderen Merkmalen aus fünf Bereichen: Energiestoffwechsel der Zellen, Blutgefäß-/Nervenregulation, Darmbarriere und Mikrobiom, Immunsystem/Entzündung sowie Blutgerinnung. Am stärksten überschnitten sich die genetischen Muster bei Zell-Energieproduktion, Gefäß-Nerven-Regulation und Darmbarriere-Funktion; Migräne und Reizdarmsyndrom trugen besonders viel zu den gemeinsamen genetischen Faktoren bei. Mit einer speziellen Methode (Mendelsche Randomisierung, die prüft, ob ein Zusammenhang tatsächlich ursächlich sein könnte) fanden sie drei Biomarker mit möglichem Einfluss auf das ME/CFS-Risiko: Eine höhere Anzahl an Mitochondrien-Erbgut (den 'Kraftwerken' der Zelle) schien schützend zu wirken, während erhöhte Entzündungswerte (Glykoprotein-Acetyle) und größere Blutplättchen das Risiko erhöhten. Die Studie ist rein statistisch-genetisch und liefert keine direkten Behandlungsansätze, gibt aber Hinweise auf mögliche biologische Ursachen von ME/CFS, die für wei
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-9363637/v2).