Diese Studie untersucht, welche biologischen Ursachen ME/CFS zugrunde liegen könnten. Die Forschenden nutzten genetische Daten von über 15.000 ME/CFS-Betroffenen (aus der DecodeME-Studie) und verglichen diese mit genetischen Mustern anderer Erkrankungen und Körperfunktionen. Mit einer Methode namens 'Mendelsche Randomisierung' kann man prüfen, ob ein Zusammenhang wahrscheinlich ursächlich ist, statt nur zufällig gemeinsam aufzutreten. Ergebnis: Am stärksten überlappten genetische Muster von ME/CFS mit Störungen der Zellenergie-Produktion, der Blutgefäß-/Nervenregulation sowie der Darmbarriere und des Mikrobioms (Darmbakterien). Migräne und Reizdarmsyndrom zeigten besonders viele gemeinsame genetische Faktoren. Auch Entzündungs- und Gerinnungsprozesse spielten eine Rolle, wenn auch schwächer. Drei Biomarker (Messwerte im Blut) zeigten Hinweise auf einen möglichen ursächlichen Zusammenhang: Eine höhere Anzahl an Mitochondrien-Erbgut-Kopien (Mitochondrien sind die 'Kraftwerke' der Zellen) schien schützend zu wirken, während erhöhte Entzündungswerte (Glykoprotein-Acetyle) und größere Blutplättchen das Risiko für ME/CFS erhöhten. Die Studie ist rein statistisch-genetisch und liefert kei
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-9363637/v1).