Dieser Fallbericht beschreibt eine Frau (Ende 30), die nach einer Pfeiffer'schen Drüsenfieber-Infektion (Epstein-Barr-Virus) eine schwere Form von ME/CFS entwickelte. Bei Bluttests zeigten sich erhöhte Werte bestimmter Botenstoffe des Immunsystems (Zytokine wie IL-2, IL-6 und Interferon-gamma), die aber keiner bekannten Autoimmunerkrankung oder anderen bekannten Krankheit zugeordnet werden konnten. Trotz zwei Jahren umfassender Behandlung – medizinisch, psychologisch und durch Reha-Maßnahmen – verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend. Zudem entwickelte sie Überempfindlichkeiten gegenüber Therapien, sodass Behandlungen immer schwieriger wurden. Da keine wirksame Therapie half und die Beschwerden extrem schwer und fortschreitend waren, entschied sich die Patientin schließlich für begleiteten Suizid. Der Bericht ist eine Einzelfallbeschreibung (kein groß angelegter Studienvergleich) und zeigt eindrücklich, wie gravierend und lebensbedrohlich schwere Verläufe von ME/CFS sein können, wenn keine wirksamen Behandlungen zur Verfügung stehen. Er liefert keine neuen Therapieansätze, sondern macht auf die Dringlichkeit besserer Versorgung und Forschung bei schwerer ME/CFS aufmerksam.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.7759/cureus.109798).