Diese Studie untersuchte, ob sich die vielen verschiedenen Symptome bei ME/CFS in sinnvolle Gruppen einteilen lassen, die auf bestimmte körperliche Ursachen hinweisen. Dazu wurden Symptomdaten von 748 Erwachsenen mit ME/CFS mit statistischen Verfahren (Faktorenanalyse) ausgewertet. Ergebnis: Es zeigten sich klar unterscheidbare Symptomgruppen, die zu vermuteten biologischen Mechanismen passen. Eine 'Gehirn-Gruppe' (z. B. Konzentrationsprobleme, Reizempfindlichkeit, Sehstörungen, Schlafprobleme, Kopfschmerzen) bildete ein besonders stimmiges Muster. Auch Magen-Darm-Symptome und Immunsymptome ließen sich als zwei getrennte, aber verbundene Gruppen bestätigen. Zusätzlich fanden sich Hinweise auf ein übergeordnetes 'vegetatives' System, das viele Symptome des autonomen Nervensystems (z. B. Kreislaufprobleme) zusammenfasst. Die Autoren schließen daraus, dass ME/CFS mehrere unterschiedliche, aber zusammenhängende biologische Störungsmuster im Nervensystem, Immunsystem und autonomen Nervensystem widerspiegelt. Die Studie ist rein statistisch-beobachtend, prüft keine Behandlung und zeigt keine direkten Ursachen, sondern nur Muster in den Symptomen. Die Stichprobe ist mit knapp 750 Personen
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-8491822/v1).