Diese Studie untersuchte, welche Bestandteile der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) bei ME/CFS tatsächlich wirken. Dazu wurden 16 randomisierte Studien mittels einer statistischen Methode (Netzwerk-Metaanalyse) verglichen. Ergebnis: Angeleitete Selbsthilfe-KVT und Einzel-KVT reduzierten Erschöpfung direkt nach Therapieende etwas stärker als andere Formate. Bei den einzelnen Therapiebestandteilen zeigten sich 'Zielsetzung' (konkrete Alltagsziele festlegen), 'Techniken der dritten Welle' (z.B. Achtsamkeit/Akzeptanz) und 'kognitive Umstrukturierung' (Gedankenmuster hinterfragen) als hilfreich gegen Erschöpfung. Reine Wissensvermittlung (Psychoedukation) über die Erkrankung schnitt dagegen eher schlechter ab und könnte sogar leicht schaden. Langfristig war vor allem kognitive Umstrukturierung mit weniger Erschöpfung, weniger depressiven Symptomen und besserer körperlicher Funktion verbunden. Die Kombination aus Zielsetzung, Dritte-Welle-Techniken und kognitiver Umstrukturierung als angeleitete Selbsthilfe schien am wirksamsten. Wichtig: Die Studienzahl ist klein, die Ergebnisse sind vorläufig und liefern keine endgültige Handlungsempfehlung, sondern Hinweise für künftige, gezieltere
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1002/brb3.71513).