In dieser Beobachtungsstudie wurden 203 Patienten mit einer kleinen Fasernerven‑Neuropathie (SFN) untersucht – das ist eine Schädigung der feinen Nervenfasern in Haut und Organen. Überraschend hatten nur 20 % starke neuropathische Schmerzen, die sonst als Hauptmerkmal von SFN gelten. Die übrigen 80 % litten vor allem unter ausgeprägter Müdigkeit, Muskelschmerzen (Myalgien), allgemeiner Schwäche und autonomen Beschwerden wie trockenen Augen, trockenem Mund und Magen‑Darm‑Störungen. Die Forscher teilten die Patienten in drei Gruppen ein; die größte Gruppe („myalgisch“) zeigte besonders schwere Erschöpfung und Schwäche, während Schmerzen eher mild waren. Wichtig ist, dass SFN auch ohne Schmerzen nachweisbar ist – mittels Hautbiopsie wurde eine verringerte Dichte der epidermalen Nervenfasern festgestellt. Die Studie weist darauf hin, dass bei Erkrankungen wie ME/CFS, POTS oder Long‑COVID, bei denen häufig keine starken Schmerzen auftreten, SFN dennoch vorliegen kann. Sie betont, dass die klassische Annahme, Schmerzen seien nötig für die Diagnose, überdacht werden muss. Die Arbeit ist rein beschreibend, nicht experimentell, und die Stichprobengröße ist moderat. Sie liefert Hinweise für
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1111/ene.70466).