Ausgewertet: 316 Studien mit
551 Einzelbefunden · Stand
05.10.2026
Wichtig vorab: Es gibt bis heute keine Heilung und keine zugelassene ursächliche Behandlung für ME/CFS. Dieser Plan richtet sich deshalb gegen die einzelnen Beschwerden – er kann sie lindern, nicht die Erkrankung beenden. Wer eine Heilung verspricht, verkauft etwas. Der erste Punkt ist kein Medikament, sondern das Einhalten der eigenen Belastungsgrenze: Wird sie überschritten, verschlechtert sich alles andere mit. Jeder Schritt gehört ärztlich begleitet – auch weil Beschwerden wie Schlafstörungen oder Kreislaufprobleme andere Ursachen haben können, die behandelbar sind.
Diese Übersicht fasst den Stand der Forschung zusammen. Sie ist keine ärztliche Beratung und keine Behandlungsempfehlung. Ob eine Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen. Die Texte wurden automatisch erstellt und können Fehler enthalten - maßgeblich sind die verlinkten Originalstudien.
Post-Exertionelle Malaise (Zustandsverschlechterung nach Belastung)(39 Studie(n)) – Die Studienlage zu Post‑Exertionaler Malaise (PEM) bei ME/CFS ist sehr dünn. Von den wenigen vorhandenen Studien an Menschen gibt es jeweils nur eine kleine Untersuchung für jede Intervention, was keinen belastbaren Beleg darstellt. Belastungs
Anhaltende Erschöpfung (Fatigue)(140 Studie(n)) – Die Studienlage zur anhaltenden Erschöpfung bei ME/CFS ist sehr dünn; insgesamt gibt es nur einzelne bis wenige Studien am Menschen, und eine einzelne kleine Studie gilt nicht als Beleg. Als vielversprechend wurden kognitive Verhaltenstherapie und Pacing in je sieben Studien identifiziert, ebenso Akupunktur (drei Studien), Synbiotika/Probiotika (eine Studie), die Kombination von Hirnstromstimulation mit Bewegungstraining (eine Studie) und Adaptive Pacing (eine Studie). Belastungsbasierte Maßnahmen wie körperliches Training, körperliche Trainingsprogramme,
Nicht erholsamer Schlaf und Schlafstörungen(37 Studie(n)) – Die Studienlage zu nicht erholsamem Schlaf und Schlafstörungen bei ME/CFS ist sehr dünn; es gibt nur wenige kleine Humanstudien, häufig nur eine pro Intervention. Körperliches Training (Bewegungstherapie,
Schmerzen (Muskeln, Gelenke, Kopf)(48 Studie(n))
Kognitive Störungen („Brain Fog“)(47 Studie(n)) – Die Studienlage zu kognitiven Störungen bei ME/CFS ist insgesamt sehr dünn. Für kognitive Verhaltenstherapie (CBT) gibt es 14 Studien am Menschen, die als erprobt gelten, jedoch zeigen sie keinen klaren Nutzen für Brain‑Fog und beruhen nicht auf Belastung. Belastungsbasierte Vergleiche von körperlichem Training mit CBT (2 Studien) bzw. mit Training (1 Studie) sind zwar vielversprechend, gelten aber nicht als erste Wahl, weil Anstrengung die Post‑Exertional Malaise auslöst und die NICE‑Empfehlung von 2021 zurückgezogen wurde. Vielversprechend erscheinen einzelne kleine Studien zu kognitiver Umstrukturierung (1 Studie), angeleiteter Selbsthilfe‑KVT (1 Studie) und Solriamfetol (1 Studie), jedoch reicht eine einzelne Studie nicht als Beleg. Unzureichend belegt sind KVT mit Einzelsitzungen/Online‑Material, digitale kognitive Tests, digitale Reha‑Angebote und interprofessionelle Telekonsultation (je 1 Studie). tDCS und helle Lichttherapie haben keinen Wirknachweis. Die Studienlage zeigt also kaum belastbare Evidenz.
Kreislaufbeschwerden im Stehen (orthostatische Intoleranz, POTS)(18 Studie(n)) – Die Studienlage zu orthostatischen Beschwerden bei ME/CFS ist sehr dünn. Alle vorhandenen Untersuchungen wurden am Menschen durchgeführt; es gibt keine Tier‑ oder Zellstudien. Für HPV‑Impfung, Midodrin und Pyridostigmin liegen jeweils einzelne kleine Humanstudien vor, die als „vielversprechend“ eingestuft werden, doch eine einzelne Studie reicht nicht aus, um Wirksamkeit zu belegen. Für Rapamycin, allgemeine medikamentöse und nicht‑medikamentöse Maßnahmen bei POTS, weitere Kreislaufmedikamente, Hormonersatztherapie, transdermale Östrogenpflaster sowie Bewegungstraining gibt es je eine Humanstudie, die jedoch als „unzureichend belegt“ gilt – das heißt, sie hat keine wirksame Wirkung nachgewiesen. Bewegungstraining ist belastungsbasiert und wird nicht als erste oder beste Option empfohlen; die NICE‑Empfehlung von 2021 zum ansteigenden Training wurde zurückgezogen, weil körperliche Anstrengung die post‑exertionale Malaise auslösen kann. Insgesamt fehlt ein belastbarer Nachweis für wirksame Therapien.
Überempfindlichkeit gegenüber Reizen(16 Studie(n)) – Die Studienlage zu Überempfindlichkeit bei ME/CFS ist sehr dünn. Für die Photobiomodulationstherapie (PBMT, Lichttherapie z.B. mittels Laser) gibt es eine einzelne Humanstudie, die als vielversprechend
Magen-Darm-Beschwerden(17 Studie(n)) – Die Studienlage zu Magen‑Darm‑Beschwerden bei ME/CFS ist sehr dünn. Für fast jede Intervention gibt es nur eine einzelne kleine Studie am Menschen, was keinen belastbaren Beleg darstellt. Die Studien zeigen, dass Synbiotika/Probiotika zur Beeinflussung des Darmmikrobioms, pflanzliche Wirkstoffe, die Qigong‑Methode „Prolong Life With Nine Turn“ und kognitive Verhaltenstherapie jeweils als „vielversprechend“ eingestuft wurden, jedoch nur jeweils in einer einzigen Humanstudie untersucht wurden. Alle anderen genannten Maßnahmen – Probiotika (Bacillus coagulans / Bacillus subtilis), Mittelmeer‑Diät, Low‑FODMAP‑Diät, ballaststoffreiche bzw. mediterrane Kost, kurzkettige Fettsäure‑Ergänzungen und fäkale Mikrobiota‑Transplantation – werden als „unzureichend belegt“ bewertet, weil die vorhandenen Daten nicht ausreichen, um Wirksamkeit zu bestätigen. Es gibt keinen Nachweis, dass irgendeine dieser Maßnahmen wirksam ist; die vorhandenen Ergebnisse reichen nicht aus, um klare Empfehlungen auszusprechen.
Grippeähnliche Beschwerden und Infektanfälligkeit(53 Studie(n)) – Die Studienlage zu grippeähnlichen Beschwerden und erhöhter Infektanfälligkeit bei ME/CFS ist sehr dünn; für jede Intervention liegt nur eine kleine Humanstudie vor. Als „vielversprechend“ eingestuft wurden Massage, ein multimodales Begleitprogramm (Vitamin‑D, Ernährungsberatung, Sonnenlicht‑Empfehlungen, leichte Bewegung) und niedrig dosiertes Rapamycin, jeweils in einer einzigen Studie am Menschen. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wurde ebenfalls als vielversprechend bewertet, beruht jedoch auf körperlicher Belastung; sie darf nicht als erste oder beste Wahl empfohlen werden, zumal die NICE‑
Seelische Belastung durch die Erkrankung(73 Studie(n)) – Die Studienlage zu seelischer Belastung bei ME/CFS ist sehr dünn. Es gibt nur einzelne, kleine Humanstudien: Adaptive Pacing (1 Studie), speziell angepasste Ernährung (1 Studie), Kombination aus Akupunktur + Moxibustion (1 Studie) und Moxibustion allein (je 1 Studie). Jede liefert lediglich einen einzelnen Hinweis und reicht nicht als belastbarer Beleg. Belastungsbasierte Programme – körperliches Training, kombiniertes Ausdauer‑/Krafttraining, Hochintensiv‑Intervalltraining und vergleichbare Ansätze – wurden in insgesamt sechs kleinen Humanstudien untersucht, doch die NICE‑Empfehlung für ansteigendes Training wurde 2021 zurückgezogen, weil bei Post‑Exertional Malaise Anstrengung die Beschwerden auslöst. Die Studienlage zeigt daher, dass körperliche Belastung nicht als erste oder beste Wahl zur Linderung psychischer Belastungen empfohlen werden kann. Modelle ohne Wirknachweis – integriertes multidisziplinäres Versorgungsmodell, Vitamin E sowie allgemeine Vitamine und Mineralstoffe – haben in je einer Studie keine Wirkung gezeigt. Insgesamt gibt es kaum belastbare Evidenz, dass irgendeine der genannten Maßnahmen die seelische Belastung wirksam reduziert.
Dürfen wir mit Google Analytics anonym auswerten, welche Seiten
gelesen werden? Dabei werden Cookies gesetzt und Daten an Google übermittelt.
Mehr dazu