An Tieren getestet - Behandlungen ohne Studie am Menschen

Ausgewertet: 25 Studien mit 36 Einzelbefunden · Stand 12.08.2026

Wichtig vorab: Alle Behandlungen auf dieser Seite wurden bisher AUSSCHLIESSLICH an Tieren oder an Zellen im Labor untersucht – zu keiner einzigen liegt eine Studie am Menschen vor. Ein Wirkstoff, der einer Maus oder einer Zellkultur geholfen hat, ist deshalb KEINE Behandlungsoption für einen Menschen. Die meisten im Tierversuch wirksamen Stoffe versagen später am Menschen, weil Stoffwechsel, Dosierung und Nebenwirkungen sich nicht einfach übertragen lassen. Diese Übersicht zeigt, woran die Forschung derzeit arbeitet - nicht, was Sie einnehmen oder anwenden sollten. Bitte leiten Sie daraus KEINE Selbstbehandlung ab und sprechen Sie jede Entscheidung mit einer Ärztin oder einem Arzt ab.

Diese Uebersicht listet Behandlungen, zu denen bisher ausschliesslich Tier- oder Zellversuche vorliegen. Sie beschreibt den Forschungsausblick, nicht eine Behandlungsempfehlung.

Forschungsausblick

Die derzeitige präklinische Forschung zu ME/CFS untersucht eine Reihe von Wirkstoffen ausschließlich in Tier- oder Zellmodellen, bislang ohne jede Studie am Menschen. Vergleichsweise häufiger wird Saxagliptin betrachtet, das in drei Zellstudien untersucht wurde, teils auch in Kombination mit Myo-Inositol. Auch Vildagliptin wurde in zwei unabhängigen Zellstudien untersucht. Der pflanzliche Extrakt aus dreijährig angebautem Dendrobium officinale wurde in zwei Tierstudien betrachtet. Alle übrigen genannten Ansätze, darunter Ginseng-Stengel-Blatt-Saponine, ein Polysaccharid aus Lycium ruthenicum, die traditionellen chinesischen Rezepturen Shengyang Sanhuo Decoction und Sijunzi-Dezoktion, Kombinationen wie Coenzym Q10 mit Alpha-Liponsäure oder Selen, Sulforaphan und Resveratrol, sowie pharmazeutische Kandidaten wie ein Coronavirus-Impfstoffkandidat, die Hemmung des Enzyms PLA2G4A, Pioglitazon, Tideglusib, MHY1485, Rosiglitazon, eine computergestützt identifizierte Gruppe von 22 Medikamenten sowie Progesteron als MR-Blocker, beruhen jeweils auf einem einzelnen Tier- oder Zellversuch. Dass eine Substanz im Tier- oder Zellmodell eine Wirkung zeigt, belegt keinerlei Wirkung beim Menschen; die überwiegende Mehrheit solcher vielversprechenden präklinischen Befunde bestätigt sich in späteren Untersuchungen am Menschen nicht. Aus diesen Daten darf daher keinesfalls eine Empfehlung zur Selbstbehandlung oder Eigenanwendung abgeleitet werden. Es handelt sich ausschließlich um Forschungsrichtungen, deren Bedeutung für betroffene Menschen derzeit vollständig offen ist.

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