Ausgewertet: 56 Studien mit
82 Einzelbefunden · Stand
12.08.2026
Wichtig vorab: Zur Ernährung bei ME/CFS gibt es viel Halbwissen und teure Versprechen, aber nur wenig belastbare Evidenz - die meisten Studien sind klein oder untersuchen nur einzelne Beschwerden, nicht die Erkrankung selbst. Zwei Gefahren erkennt eine reine Studienzählung dabei nicht: Einschränkende Diäten können bei schwer Betroffenen zu Mangelernährung führen - wer ohnehin kaum essen kann, darf nicht zusätzlich Lebensmittel streichen, ohne dass eine Ärztin oder ein Arzt das begleitet. Und Einkaufen und Kochen kosten Energie: Eine Ernährungsumstellung mit viel Aufwand kann bei mittelschwerer bis schwerer ME/CFS mehr schaden als der mögliche Nutzen bringt. Diese Übersicht zeigt, was untersucht wurde - sie sagt nicht, was Sie essen oder weglassen sollten.
Diese Uebersicht fasst den Stand der Forschung zu Ernaehrung bei ME/CFS zusammen. Sie ist keine aerztliche Beratung und keine Ernaehrungsempfehlung. Die Texte wurden automatisch erstellt und koennen Fehler enthalten - massgeblich sind die verlinkten Originalstudien.
Einordnung
Die Studienlage zu Ernährung bei ME/CFS ist insgesamt sehr dünn. Fast alle untersuchten Ansätze stützen sich auf jeweils nur eine, seltener zwei bis fünf kleine Studien am Menschen – das reicht nicht als Beleg für Wirksamkeit. Negative Befunde, also ein klarer Nachweis von Unwirksamkeit, finden sich in den Daten für keinen der untersuchten Ansätze; das bedeutet aber nicht, dass Wirksamkeit gezeigt wäre, sondern meist nur, dass zu wenig oder zu klein geforscht wurde.
Bei Diäten und Ernährungsformen gilt nur die "speziell angepasste Ernährung" als vielversprechend, gestützt auf eine einzelne Humanstudie. Alle anderen Ansätze wie Mittelmeer-Diät, Low-FODMAP, ballaststoffreiche Kost, ketogene Diäten, erhöhte Flüssigkeits- oder Salzzufuhr sowie allgemeine Ernährungsumstellungen sind als unzureichend belegt eingestuft, jeweils auf Basis einzelner Studien. Kamelmilch und Kalorienrestriktion wurden bisher nur im Labor untersucht, nicht am Menschen.
Bei einzelnen Nährstoffen und Nahrungsergänzung gelten der Hirschgeweih-Extrakt YC-1101 sowie Vitamin-D-Präparate allein als vielversprechend, jeweils nach nur einer Humanstudie. Coenzym Q10 wurde mit fünf Studien am häufigsten untersucht, bleibt aber unzureichend belegt. Weitere Substanzen wie Curcumin, Heilerde, wasserstoffreiches Wasser oder Mikronährstoff-Mischungen sind ebenfalls unzureichend belegt; mehrere Kombinationen wie Saxagliptin mit Myo-Inositol wurden bislang nur im Labor getestet.
Beim Darmmikrobiom zeigen sich Probiotika mit fünf Humanstudien sowie Synbiotika und pflanzliche Wirkstoffe zur Mikrobiom-Beeinflussung als vielversprechend. Fäkale Mikrobiota-Transplantationen und Stuhltransplantationen bleiben trotz mehrerer Studien unzureichend belegt. Zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten liegen in dieser Datengrundlage keine eigenen Studien vor.
Wichtig bleibt: Einschränkende Diäten können bei schwer Betroffenen zu Mangelernährung führen, und Einkaufen sowie Kochen kosten Energie, die bei mittelschwerer bis schwerer Erkrankung oft fehlt.
Diäten und Ernährungsformen
In Erforschung, mit ersten positiven Hinweisen
Speziell angepasste Ernährung(1 Studie(n), davon 1 am Menschen)