Medikamentoese Behandlung bei ME/CFS - Stand der Forschung

Ausgewertet: 129 Studien mit 191 Einzelbefunden · Stand 12.08.2026

Wichtig vorab: Keiner der hier genannten Wirkstoffe ist zur Behandlung von ME/CFS zugelassen. Was in Studien geprüft wurde, wurde meist gegen einzelne Beschwerden eingesetzt, nicht gegen die Erkrankung selbst. Verschreibungspflichtige Medikamente gehören in ärztliche Hand – wegen Dosierung, Wechselwirkungen und Vorerkrankungen. Frei verkäufliche Mittel sind deswegen nicht harmlos, sondern nur weniger kontrolliert: Auch sie können Wechselwirkungen haben und andere Behandlungen stören. Diese Übersicht zeigt, was untersucht wurde – sie sagt nicht, was Sie einnehmen sollten.

Diese Übersicht fasst den Stand der Forschung zusammen. Sie ist keine ärztliche Beratung und keine Behandlungsempfehlung. Ob eine Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen. Die Texte wurden automatisch erstellt und können Fehler enthalten - maßgeblich sind die verlinkten Originalstudien.

Einordnung

Es gibt derzeit kein zugelassenes Medikament gegen ME/CFS selbst. Was untersucht wurde, richtet sich meist gegen einzelne Beschwerden wie Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder Schlafstörungen – nicht gegen die Erkrankung als Ursache. Bei verschreibungspflichtigen Mitteln zeigt die Studienlage bei Ivabradin, Betablockern, Midodrin, Pyridostigmin, niedrig dosiertem Rapamycin, der HPV-Impfung im Impfprogramm, Solriamfetol sowie den TCM-Präparaten Ciwujia- und Guipi-Granulat vielversprechende Einzelergebnisse – jeweils gestützt auf nur eine oder wenige Studien, was keine gesicherte Wirksamkeit bedeutet. Bei Betablockern gab es zudem einen negativen Befund. Als unzureichend belegt gelten unter anderem Low-Dose Naltrexone, Metformin, Ketamin, Midazolam, C1-Esterase-Inhibitor-Infusionen, immunmodulierende Ansätze und Medikamente gegen POTS oder Kreislaufprobleme – hier reicht die Datenlage schlicht nicht aus. Für Low-Dose Naltrexone laufen derzeit drei weitere Studien, für Pyridostigmin eine – das ist ein Ausblick, kein Wirknachweis. Bei frei verkäuflichen Mitteln und Nahrungsergänzung zeigen Probiotika, Synbiotika, bestimmte Pflanzenstoffe zur Mikrobiom-Beeinflussung, der Hirschgeweih-Extrakt YC-1101 und Vitamin-D-Präparate vielversprechende, aber ebenfalls nur einzelne oder wenige Studien. Unzureichend belegt sind Coenzym Q10, Curcumin mit Phosphatidylcholin, wasserstoffreiches Wasser, traditionelle chinesische Medizin, Kampo-Medizin, SCFA-Ergänzungen, Xiaoyao San und Heilerde. Für Wasserstoffwasser läuft eine weitere Studie. Mehrere Substanzen wie Ginseng-Stengel-Blatt-Saponine, bestimmte Polysaccharide, die Kombination Saxagliptin/Myo-Inositol und mehrere Kräuterdekokte wurden bislang ausschließlich im Labor, nicht am Menschen geprüft. Negative Befunde liegen laut Datenlage nur bei den Betablockern vor. Auch frei verkäufliche Mittel sind nicht automatisch harmlos: Sie können Wechselwirkungen haben und andere Behandlungen beeinflussen. Verschreibungspflichtige Medikamente gehören wegen Dosierung, Wechselwirkungen und Vorerkrankungen in ärztliche Hand. Diese Übersicht zeigt, was bislang untersucht wurde – sie ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

Verschreibungspflichtige Medikamente

In Erforschung, mit ersten positiven Hinweisen

Zu wenig Daten für eine Aussage

Bisher nur im Labor oder im Tierversuch untersucht

Ohne nachgewiesene Wirkung oder mit Hinweis auf Schaden

Nahrungsergänzung, Phytotherapie und frei verkäufliche Mittel

In Erforschung, mit ersten positiven Hinweisen

Zu wenig Daten für eine Aussage

Bisher nur im Labor oder im Tierversuch untersucht

Ohne nachgewiesene Wirkung oder mit Hinweis auf Schaden

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