Behandlungsmoeglichkeiten bei ME/CFS - Stand der Forschung

Ausgewertet: 316 Studien mit 551 Einzelbefunden · Stand 05.10.2026

Wichtig vorab: Bei mittelschwerer bis schwerer ME/CFS ist die Belastungsgrenze die entscheidende Größe. Wird sie überschritten, folgt die Post-Exertionelle Malaise - eine Verschlechterung, die Tage bis Wochen anhalten kann. Ältere Studien in dieser Sammlung empfehlen ansteigendes körperliches Training. Die britische Leitlinienbehörde NICE hat diese Empfehlung 2021 zurückgezogen, weil sie Betroffenen schaden kann. Diese Auswertung zählt Studien und kann eine zurückgezogene Leitlinie nicht erkennen - lesen Sie die Trainings-Einträge bitte mit diesem Wissen.

Diese Übersicht fasst den Stand der Forschung zusammen. Sie ist keine ärztliche Beratung und keine Behandlungsempfehlung. Ob eine Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen. Die Texte wurden automatisch erstellt und können Fehler enthalten - maßgeblich sind die verlinkten Originalstudien.

Einordnung

Der aktuelle Forschungsstand legt nahe, dass bei mittelschwerer bis schwerer ME/CFS das bewährteste Vorgehen das sogenannte Pacing ist. In zwölf Studien an Menschen zeigte Pacing keinerlei negative Befunde; damit ist die Datenlage zu dieser Methode am dichtesten. Auch die adaptierte Form des Pacing, das in zwei Studien untersucht wurde, weist keine negativen Ergebnisse auf. Probiotika wurden in fünf Studien getestet und ebenfalls ohne negative Befunde berichtet, was auf ein erstes positives Signal hindeutet. Weitere Ansätze, die ebenfalls erste positive Hinweise geben, umfassen einzelne Studien zu Bewegungstraining, betreuter Pulmonalrehabilitation, Akupunktur, kombiniertem Ausdauer‑ und Krafttraining, Hochintensiv‑Intervall‑ sowie Wasser‑ bzw. Ausdauertraining. Diese Studienzahl ist jedoch sehr gering und liefert nur eine dünne Evidenzbasis. Körperliches Training, das in sieben Studien (plus zwei zusätzlichen Studien unter dem Namen „Körperliches Trainingsprogramm“) untersucht wurde, zeigte bislang keine negativen Befunde, jedoch hat die britische Leitlinienbehörde NICE 2021 die Empfehlung zu ansteigendem Training zurückgezogen, weil das Überschreiten der Belastungsgrenze bei schwerer Erkrankung zu einer post‑exertionalen Malaise führen kann. Deshalb sollte körperliche Belastung nicht als erste oder beste Wahl gelten, sondern nur sehr vorsichtig und stets unter ärztlicher Aufsicht, idealerweise im Rahmen eines individuell angepassten, betreuten Programms. Als unwirksam oder potenziell schädlich wurden in je einer Studie folgende Maßnahmen identifiziert, die jeweils einen negativen Befund aufwiesen: Crossflow‑Membran‑Plasmapherese, Nirmatrelvir/Ritonavir, Kortison‑Präparate, ein unbetreutes Heimübungsprogramm, ein integriertes multidisziplinäres Versorgungsmodell, reine Psychoedukation, Ondansetron, Vitamin E, allgemeine Vitamine und Mineralstoffe sowie Anakinra. Diese Ergebnisse zeigen, dass diese Interventionen nicht empfohlen werden können. Es gibt bislang weder eine Heilung noch eine zugelassene ursächliche Therapie für ME/CFS. Jede Behandlung muss ärztlich begleitet werden, weil selbst diagnostische Belastungen bei schwerer Erkrankung die Symptome verschlimmern können. Die Entscheidung für ein Vorgehen sollte stets individuell abgewogen und eng mit Fachärzten abgestimmt werden.

Bereits gut erforschte Ansätze

In Erforschung, mit ersten positiven Hinweisen

Zu wenig Daten für eine Aussage

Bisher nur im Labor oder im Tierversuch untersucht

Ohne nachgewiesene Wirkung oder mit Hinweis auf Schaden

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